Kurz zusammengefasst
- Deniz Yıldızı unterstützt Kinder mit geistiger Behinderung und Down-Syndrom durch einen individuellen Förderplan (BEP).
- Das Programm wird gemeinsam vom Team, bestehend aus Psychologin (M.Sc.), Sonderpädagogen, Sprachtherapeuten und Ergotherapeuten, erstellt und alle 3 Monate aktualisiert.
- Die Arbeit umfasst Sprache und Kommunikation, kognitive Fähigkeiten, motorische Entwicklung, soziale Kompetenzen und Fähigkeiten des täglichen Lebens.
- Es wird eine Mischung aus Einzel- und Gruppenarbeit angeboten, ergänzt durch ein Heimprogramm und Elterncoaching.
- Unsere Einrichtung arbeitet bei Bildung und Entwicklungsförderung eng mit der Familie zusammen.
Erstellt vom Redaktionsteam Deniz Yıldızı Sonderpädagogik · Fachlich geprüft von Psychologin (M.Sc.) Burcu Cebeci Gürel · Zuletzt aktualisiert: 15. September 2026
Was bedeuten geistige Behinderung und Down-Syndrom?
Der Begriff geistige Behinderung beschreibt deutliche Schwierigkeiten bei intellektuellen Funktionen wie Lernen, logischem Denken und Problemlösung sowie bei Anpassungsfähigkeiten, die für den Alltag notwendig sind und die in der Entwicklungsphase beginnen. Bei der Diagnostik wird nicht nur der Intelligenztest, sondern auch die Alltagsfähigkeit des Kindes berücksichtigt.
Das Down-Syndrom ist eine genetische Bedingung, die durch eine zusätzliche Kopie des 21. Chromosoms entsteht. Bei Kindern mit Down-Syndrom verläuft die Entwicklung meist langsamer als bei Gleichaltrigen, weshalb oft Lernunterstützung benötigt wird. Die Stärken und Bedürfnisse jedes Kindes sind individuell verschieden.
Für eine neu diagnostizierte Familie können diese Worte schwer wiegen. Wir möchten, dass Sie wissen, dass eine Diagnose nicht aufzeigt, was Ihr Kind nicht kann, sondern ein Ansatzpunkt ist, um zu verstehen, in welchen Bereichen es Unterstützung benötigt.
Bei Kindern mit Down-Syndrom können auch gesundheitliche Aspekte wie eine geringe Muskelspannung oder Probleme mit dem Hören und Sehen auftreten. Die medizinische Betreuung erfolgt durch Ihren Arzt; wir berücksichtigen bei der Planung des Bildungsprogramms die Informationen, die wir von Ihrem Arzt und von Ihnen erhalten.
Kinder mit geistiger Behinderung und Down-Syndrom lernen, entwickeln sich weiter und erwerben neue Fähigkeiten. Das Lernen erfolgt oft in kleineren Schritten, mit mehr Wiederholungen und konkreten Materialien. Deshalb unterteilen wir im Programm die Ziele in kleine Teilschritte und planen jeden Schritt auf einem Niveau, das das Kind bewältigen kann.

In welchen Entwicklungsbereichen wird Unterstützung angeboten?
Das Programm berücksichtigt die gesamte Entwicklung des Kindes. Die folgenden Bereiche werden basierend auf den Ergebnissen der Diagnostik priorisiert.
Sprache und Kommunikation
Bedürfnisse äußern, Verstehen, Erweiterung des Wortschatzes und gegenseitige Kommunikation. Unsere Sprachtherapeuten unterstützen in diesem Bereich.
Kognitive Fähigkeiten
Grundbausteine des Lernens wie Aufmerksamkeit, Zuordnen, Kategorisieren, Reihenfolgen bilden, Ursache-Wirkungs-Beziehungen und vorschulische Konzepte.
Motorische Entwicklung
Feinmotorik (z.B. Stifthaltung, Scherengebrauch) und Grobmotorik (Gleichgewicht, Koordination). Unser Ergotherapeut arbeitet in diesem Bereich mit dem Team zusammen.
Fähigkeiten des täglichen Lebens
Erhöhung der Fähigkeiten des Kindes, alltägliche Dinge wie Anziehen, Essen, Toilettengang und Körperpflege selbstständig zu bewältigen.
Soziale Kompetenzen
Warten können, Teilen, Mitspielen und Kommunikation mit Gleichaltrigen. Gruppenarbeiten bieten hierfür ein natürliches Umfeld.
Vorschulische/Akademische Vorbereitung
Vorbereitung auf frühe Lese-, Schreib- und grundlegende mathematische Fähigkeiten, je nach Alter und Entwicklungsstand des Kindes.
Wie funktioniert das Bildungsprogramm in unserer Einrichtung?
| Thema | Wie läuft es bei uns ab? |
|---|---|
| Programm | Individueller Förderplan (BEP) |
| Programmverfasser | Das Team erstellt ihn gemeinsam |
| Aktualisierung | Alle 3 Monate |
| Sitzungsart | Einzel- und Gruppenarbeit gemischt |
| Altersgruppen | 0–3 Jahre, 3–6 Jahre, 6–12 Jahre, über 12 Jahre |
| Fortschrittsverfolgung | Regelmäßige Testwiederholungen und Beobachtungsnotizen |
| Information an die Eltern | Kurzes Feedback am Ende jeder Sitzung |
| Anzahl der Sitzungen | Bei Schülern mit RAM-Bericht gemäß Bericht; bei Schülern ohne Bericht wird sie gemeinsam mit der Familie festgelegt |
Wie ist der Ablauf nach Kontaktaufnahme mit der Einrichtung?
Terminvereinbarung
Wenn Sie uns anrufen, plant unser Assistent einen Termin für das umfassende Fachgespräch. Anfragen über die Website werden noch am selben Tag beantwortet.
Umfassendes ExpertengesprächKostenlos · Persönlich mit einer Fachkraft · Etwa 60 Minuten
Burcu Cebeci Gürel nimmt in einem etwa einstündigen Gespräch die ausführliche Entwicklungsgeschichte auf und gibt eine mündliche Einschätzung.
Diagnostik
Die Entwicklungsbereiche Ihres Kindes werden durch geeignete Instrumente und Beobachtungen beurteilt.
Elternberatung
Die Bedürfnisse Ihres Kindes und Möglichkeiten zur Unterstützung zu Hause werden individuell mit Ihnen geplant.
Programm
Das Team erstellt gemeinsam den individuellen Förderplan (BEP), die Förderung beginnt, und das Programm wird alle 3 Monate überprüft.
Warum ist frühe Unterstützung und die Einbeziehung der Familie so wichtig?
Je früher die Entwicklungsförderung beginnt, desto größer sind die Lernmöglichkeiten für das Kind. Sitzungen sind wichtig, aber der Großteil des Lernens findet zu Hause und im Alltag statt.
Was wir Familien empfehlen
- Das kurze Feedback und das Heimprogramm nach den Sitzungen regelmäßig zu verfolgen
- Alltägliche Tätigkeiten wie Anziehen, Essen und Einkaufen in Lerngelegenheiten zu verwandeln
- Dem Kind Zeit zu geben, Dinge selbst zu probieren
- Kleine Fortschritte wahrzunehmen und sich darüber zu freuen
- Fragen und Sorgen mit unserem Team zu besprechen
Worauf geachtet werden sollte
- Ständiges Vergleichen des Kindes mit Gleichaltrigen kann die Motivation senken
- Dem Kind alles abzunehmen, kann die Selbstständigkeit verzögern
- Allgemeine Informationen im Internet treffen nicht zwingend auf Ihr Kind zu
- Entscheidungen bezüglich Gesundheit und Diagnose sollten mit dem Arzt getroffen werden
Wie unterstützen Sie die Familie außerhalb der Sitzungen?
In unserer Einrichtung geht die Förderung über die Sitzungen hinaus. Wir helfen Ihnen durch das Heimprogramm und das Elterncoaching, die während der Sitzungen erarbeiteten Ziele auch im Alltag umzusetzen. Wenn die Familie zustimmt, arbeiten wir auch mit der Schule und anderen Pädagogen zusammen, die mit dem Kind arbeiten.
Unser Team arbeitet mit wöchentlicher Supervision; bei Bedarf finden Fallbesprechungen mit Psychologin, Sonderpädagogen, Sprachtherapeuten und Ergotherapeuten statt.
Besonders in der ersten Zeit nach der Diagnose haben Eltern viele Fragen: „Wird er in die Schule gehen können?“, „Wird sie sich selbst anziehen können?“, „Wird er Freunde finden?“. Die Antworten auf diese Fragen sind für jedes Kind anders und es wäre nicht richtig, eine definitive Prognose abzugeben. Unser Ansatz besteht darin, Ihr Kind genau kennenzulernen, gemeinsam mit Ihnen den jeweils nächsten möglichen Schritt zu bestimmen und jede neu erworbene Fähigkeit gemeinsam zu würdigen.
Auch Geschwister und Großeltern sowie andere Erwachsene im Leben des Kindes sind Teil des Prozesses. Wenn zu Hause alle konsequent reagieren und in ähnlicher Weise kommunizieren, fällt es dem Kind leichter, das Gelernte in den Alltag zu übertragen.

Was bedeuten in diesem Bereich häufig gehörte Begriffe?
- Geistige Behinderung
- Deutliche Schwierigkeiten in der geistigen Funktionsfähigkeit und den Anpassungsfähigkeiten des täglichen Lebens, die in der Entwicklungsphase beginnen.
- Down-Syndrom
- Eine genetische Bedingung, bei der eine zusätzliche Kopie des 21. Chromosoms vorhanden ist.
- Anpassungsverhalten
- Fähigkeiten, die im Alltag benötigt werden, wie Selbstversorgung, Kommunikation und soziale Beziehungen.
- BEP
- Individueller Förderplan; ein Bildungsplan, in dem kinderspezifische Ziele festgelegt sind.
- Ergotherapie
- Ein Therapiebereich, der die motorischen Fähigkeiten und die Teilnahme an Aktivitäten des täglichen Lebens fördert.
- Feinmotorik
- Bewegungen, die mit den Hand- und Fingermuskeln ausgeführt werden, wie z.B. einen Stift halten oder Knöpfe schließen.
- Heimprogramm
- Ein Plan, der gemeinsam mit der Familie erstellt wird, um die in den Sitzungen erarbeiteten Ziele zu Hause fortzusetzen.
- RAM
- Staatliches Beratungs- und Forschungszentrum; die Einrichtung, die Berichte zur Sonderpädagogik und den Überweisungsprozess durchführt.
Häufig gestellte Fragen
Haben Sie ein Förderprogramm für Kinder mit Down-Syndrom?
Ja. Die Förderung bei Down-Syndrom und geistiger Behinderung gehört zu den Bereichen unserer Einrichtung. Für jedes Kind wird vom Team gemeinsam ein individueller Förderplan (BEP) erstellt.
Stellen Sie die Diagnose?
Nein. Unsere Einrichtung arbeitet im Bereich der Entwicklungsdiagnostik und Bildungsförderung und überweist bei Bedarf an einen Arzt.
In welchem Alter kann mit der Förderung begonnen werden?
In unserer Einrichtung wird mit den Altersgruppen 0–3 Jahre, 3–6 Jahre, 6–12 Jahre und ab 12 Jahren gearbeitet. Generell gilt: Je früher die Entwicklungsförderung beginnt, desto besser sind die Lernmöglichkeiten für das Kind.
Wer erstellt das Programm?
Das Programm wird vom Team, bestehend aus Psychologin (M.Sc.), Sonderpädagogen, Sprachtherapeuten und Ergotherapeuten, gemeinsam erstellt. Das Programm wird alle 3 Monate aktualisiert.
Mein Kind hat Sprachschwierigkeiten, kann es Sprachförderung erhalten?
In unserer Einrichtung arbeiten zwei Sprachtherapeuten. Sprach- und Kommunikationsziele werden je nach Diagnostikergebnis in das Programm des Kindes integriert.
Bieten Sie Ergotherapie an?
Ja, in unserer Einrichtung arbeitet ein Ergotherapeut. Ziele bezüglich motorischer Fähigkeiten und Aktivitäten des täglichen Lebens werden in Abstimmung mit dem Team angegangen.
Wie lange dauert die Förderung?
Da die Entwicklung jedes Kindes unterschiedlich ist, geben wir keinen genauen Zeitrahmen vor. Wir verfolgen den Fortschritt durch regelmäßige Testwiederholungen und Beobachtungsnotizen und überprüfen das Programm alle 3 Monate.
Was kann ich zu Hause tun?
Wir erstellen für Sie ein Heimprogramm und erarbeiten beim Elterncoaching gemeinsam, wie Sie im Alltag unterstützen können. Momente wie Anziehen, Essen und Spielen sind wertvolle Lerngelegenheiten.
Ich habe einen RAM-Bericht, wie wird die Anzahl der Sitzungen festgelegt?
Bei Schülern mit einem Bericht des staatlichen Beratungs- und Forschungszentrums (RAM) richten sich die Sitzungen nach dem Bericht. Bei Schülern ohne Bericht wird die Anzahl gemeinsam mit der Familie festgelegt.
Wie werde ich über den Fortschritt meines Kindes informiert?
Am Ende jeder Sitzung erhalten Sie ein kurzes Feedback. Darüber hinaus wird der Fortschritt durch regelmäßige Testwiederholungen und Beobachtungsnotizen verfolgt.
Stehen Sie in Kontakt mit der Schule?
Mit Zustimmung der Familie arbeiten wir mit der Schule und anderen Pädagogen des Kindes zusammen. Die Abstimmung zwischen Zuhause, Schule und unserer Einrichtung fördert das Lernen des Kindes.
Was muss ich für ein erstes Gespräch tun?
Sie können uns anrufen und ein umfassendes Fachgespräch anfordern. Burcu Cebeci Gürel nimmt sich in einem ca. einstündigen Gespräch Zeit für eine detaillierte Anamnese und gibt Ihnen eine mündliche Einschätzung.

